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Karl-Heinz Leinberger                                                          07.04.08
 
Am 29.03.08 startete ich mit meinen beiden Afghanen beim Frankfurter-Coursing in Hünstetten.
Beim 2. Durchgang startete in Lauf 87:
  
 schwarzer Hund unter roter Decke – Yarikh-Khan Shams-an-Nahar
 brauner Hund unter weißer Decke  - El Hadin Al Qasim
 
Direkt nach Beendigung des Laufes wurde per Lautsprecher-Durchsage
bekannt gegeben, dass der Hund unter Rot wegen Angriffs am Hasen auf den Hund unter Weiß ein DIS erhält, das alles ohne weitere Begründung
Ca. 40 Minuten später, nach Beendigung des letzten Laufes, kam eine weitere Durchsage: „ Im Lauf 87 wird der Hund unter Weiß, wegen Angriffs auf den Hund unter Rot, disqualifiziert“.
 
Richter im 2. Durchgang waren Herr Zeckert und Frau Winkelbach.
Direkt nach der Durchsage sprach ich Herrn Zeckert an, aber ich bekam nur zur Antwort „Das war so“. Daraufhin habe ich versucht bei Herrn Jösch  (immerhin Mitglied der Sportkommission und soweit mir bekannt ist, für den Coursing zuständig)  Einspruch einzulegen wurde aber abgekanzelt mit der Bemerkung, das geht mich nichts an, das ist eine Sache der Richter. Auch jetzt habe ich noch einmal versucht mit den beiden an einem Tisch sitzenden Richtern zu reden, aber es war zwecklos. Am nächsten Tag habe ich nun beim Vorsitzenden der Sportkommission, Herrn Schmidt, schriftlich Einspruch eingelegt.
 
In der schriftlichen Bestätigung des DIS wurde mir nun mitgeteilt,
dass die Richter sich bei der ersten Durchsage in den Farben geirrt hätten, (hier stellt sich die Frage wie sich 2 Leute, die auseinander stehen gleichzeitig in der Farbe irren und beiden nach über einer halben Stunde wieder einfällt, dass sie sich geirrt haben, oder sind beide Farbenblind?)
Warum aber jetzt diese Warnung? Es ist bei vielen Windhunden normal,
dass sie am Hasen alles tun um das Objekt für sich zu bekommen und das trifft vor allen auf Salukis und Afghanen zu, also kommt es am Hasen immer wieder einmal zu einer Rauferei, die wir aber eigentlich als normal empfinden, deswegen stehen wir ja auch beim Rennen immer mit vielen Leuten bereit, um unsere Hunde einzufangen.
Wenn man nun bedenkt, dass das DIS am ruhenden Hasen, also am Ziel, ausgesprochen wurde, kann das im Prinzip in Zukunft fast jedem Hund passieren, besonders dann, wenn Richter am Werk sind, die sich mit Rassenspezifischen Dingen nicht auskennen.
    --- ich mach auf das Bild aufmerksam, hier sieht man deutlich, dass der Hase ruht –-
Wir haben zwar bei Coursing keine Ziellinie, aber man sollte im Interesse unserer hasenscharfen Hunde so gerecht sein, um zu sagen:  
Wenn der Hase am Ziel ruhig liegt, ist der Lauf zu Ende, oder man sollte wie auch beim Rennen eine Ziellinie einführen
Sollte man aber in Zukunft bei dieser Handhabung bleiben sollte, werden wohl etliche Teilnehmer sich wundern, dass sie mit einem DIS nach Hause fahren.
Abschließend kann ich nur sagen, sollte Herr Zeckert wieder einmal die Afghanen-Rüden richten, wird von mir kein Hund mehr laufen.
 
 
Karl – Heinz  Leinberger
Seit vielen Jahren Bahnbeobachter und Schiedsrichter beim Rennen
 
Wer sich für die beiden Schreiben meines Einspruches, an den Vorsitzenden der Sportkommission
interessiert, kann sie hier nachlesen.  Wiederspruch  1    Wiederspruch 2